vielfaltleben Wanderung am Nationalfeiertag
Der traditionelle Ausflug der Gemeinde Tattendorf am Nationalfeiertag stand im Zeichen der Aktion „vielfaltleben“. 57 Wanderfreudige waren dem Aufruf der Gemeinde und des Kultur- und Verschönerungsvereines gefolgt und nutzten das schöne Herbstwetter für ein gemeinsames Naturerlebnis.
Am Programm standen Standorte, die für eine Umsetzung der „vielfaltleben“ Idee von Bedeutung sind.Die erste Station war die Wehrwiese, wo eine neu angebrachte Tafel auf der riesigen Fallholz-Pappel die Widmung dieses Baumes als Hotel für holzbewohnende Käfer und andere Nützlinge hervorhebt. Das nächste Ziel war der erst heuer errichtete Sonnenplatz für Eidechsen bei der Geburtstags-Au. Bei Betrachtung der begrenzten Dimensionen unseres „Eidechsenhotels“ fassten manche den Beschluss bei gelegentlichen künftigen Besuchen weitere Steine anzuhäufeln. Die beiden nahegelegenen, abgestorbenen Eichen waren manchen noch unbekannt. Auch diese wunderschönen Bäume wurden mit einer „Käfer-Tafel“ versehen und als spezielles Hirschkäfer-Hotel ausgewiesen. Das Ziel soll ja sein, dass unsere Kinder und Enkel sich auch in Zukunft noch an der Artenvielfalt Tattendorfs erfreuen können. Den Grundstein dazu müssen wir allerdings jetzt schon setzen.
Der nächste Halt war bei dem Trockenrasen in der Bahnschottergrube, wo der Botanikexperte DI Alfred Steiner, von der Berg- und Naturwacht, auf die immense Bedeutung dieses Naturkleinodes im Ortsgebiet von Tattendorf hinwies. Die folgende Etappe führte entlang des neuen Radweges Tattendorf-Pottendorf bis zur Piesting. Bei dem wertvollen Trockenrasen vor der Piesting Brücke hatten Elly Alte und ihr Team vom Kultur- und Verschönerungsverein eine Labestation für die fleißige Wandererschar vorbereitet. Nach der Stärkung folgten aufschlussreiche Erklärungen zum Stellenwert dieses attraktiv in die Gegend eingebetteten Trockenrasens. Vor allen die Artenvielfalt und Unberührtheit machen diesen Standort zu einem Naturjuwel. Das Einzigartige und die Besonderheit dieses Trockenrasens sollen künftig durch den Status eines Naturdenkmals hervorgehoben und somit dieser seltene Lebensraum der Nachwelt erhalten werden, resümierte Bürgermeister Dieter Reinfrank.
Die Retourstrecke in den Ort wurde ohne weitere Pause zurückgelegt, da die Gemeinde zu einer würzigen Gulaschsuppe ins Landgasthaus „Zum Neptun“ geladen hatte, wo der schöne Tag gemütlich ausklang.
24.11.2010, vielfaltleben Administratoren



