Bilder vom GEO-Tag der Artenvielfalt 2010
Am 29. Mai fand in allen sechs österreichischen Nationalparks der GEO-Tag der Artenvielfalt 2010 statt. Überall konnte den Experten bei der Suche nach besonders herausragenden Pflanzen- und Tierarten über die Schulter geschaut werden.
| Über 50 Experten aus den verschiedensten naturkundlichen Sparten durchkämmten das Seidlwinkltal im Nationalpark Hohe Tauern mit dem Ziel innerhalb von 24 h die Tier- und Pflanzenarten des Tals zu erheben. Mehr als 200 Besucher konnten die Wissenschafter hautnah bei der Arbeit begleiten und selbst Funde verbuchen. Mit ca. 1.200 gefundenen Arten, darunter mehrere für den Nationalpark Hohe Tauern gänzlich neuen Arten und dem Nachweis von besonders seltenen und stark gefährdeten Arten kann der Tag als großer Erfolg für den Nationalpark Hohe Tauern bezeichnet werden. | |
| An 14 Stationen wurde im Nationalpark-Jugendlager Meierhof und im Schlosspark von Schloss Eckartsau – mitten im Nationalpark Donau-Auen – geforscht, beobachtet, entdeckt, gesucht, gezählt und gestaunt. Der Nationalpark verfügt durch die Donau und ihre ständigen Veränderungen über eine Vielzahl an Wasser- und Landlebensräumen, die ein wahrer Hot-Spot der Artenvielfalt sind: Teillebensräume des Auwaldes wie Gewässer, Kiesbank, Fluss-Sohle oder Totholz, aber auch Wiese und Wald waren Zentrum der Forschungstätigkeit – das gesamte Gelände verwandelte sich am GEO-Tag in ein riesiges Forschungslabor. | |
| Im Nationalpark Thayatal ist nicht nur die Talmorphologie einmalig – auch die hohe Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten ist beeindruckend! Am Umlaufberg befindet sich Österreichs einziges Vorkommen an Hohem Perlgras (Melica altissima). Zoologische Highlights waren ein Schwarzstorch, der über dem Umlaufberg kreiste, und alle vier österreichischen Natternarten, die an diesem Tag beobachtet werden konnten. Insgesamt wurden 683 Arten nachgewiesen! | |
| „Auf die Spuren des Luchses“ begab man sich unter anderem im Waldnationalpark Kalkalpen. Mit Fotofallen konnte die scheue Wildkatze zur Begeisterung aller schließlich aufgespürt werden! Ein Eldorado ist der Nationalpark besonders für Schmetterlinge: Insgesamt 1500 verschiedene Schmetterlinge, unter ihnen zahlreiche Waldarten, tummeln sich derzeit in den Kalkalpen. Darunter gab es auch einen Neufund für das Schutzgebiet: den Kleinschmetterling Schiffermuelleria schaefferella. | |
| Fliegende Zeitgenossen standen im Nationalpark Neusiedler-See – Seewinkel im Rampenlicht: Ein Blick durchs Fernglas hat die vielen Vogelarten des Gebietes wie Flussregenpfeifer, Graugänse, Säbelschnäbler, Stelzenläufer und Löffler in der Luft und am Wasser zum Vorschein gebracht. Aber auch ein Blick auf die Hutweide hat so manchen Besucher staunen lassen, welcher Artenreichtum an Pflanzen und Insekten sich darin verbirgt. | |
| Auch im Nationalpark Gesäuse kam es zu außergewöhnlichen Funden: „Zumindest eine neue Ameisenart, eine neue Spinnenart und drei neue Falterarten konnten für das Gesäuse ausgemacht werden“, berichtet Nationalpark-Mitarbeiterin Petra Sterl. Insgesamt wurden im Kalktal bei Hieflau über 1000 Tier- und Pflanzenarten – darunter alleine 300 verschiedene Arten an Schmetterlingen – entdeckt und erforscht. Der Alpenbockkäfer, das Maskottchen des Nationalparks, wurde seinem „VIP-Status“ gerecht und hielt sich versteckt: Die alten Bohrlöcher im Buchenholz zeugten allerdings von seiner Anwesenheit und beeindruckten große und kleine Besucher gleichermaßen. |
Alle Bilder der Veranstaltungen finden Sie unter:
http://www.flickr.com/photos/naturschutzbund2010/sets
21.06.2010, vielfaltleben Administratoren






![Bild in einem Popup öffnen Platalea leucorodia - Loeffler stehend im Wasser, Seewinkel. | [ © P.Buchner/4nature - Abdruck nur gegen Honorar, Copyrighthinweis und Belegexemplar - Infos und AGBs unter: www.4nature.at - Tel: +43(0)1-5856464 - Bank: BA-CA Wien BLZ: 12000 KtoNr.: 00610 781 908]](/ezimagecatalogue/catalogue/variations/C/71822-300x300.jpg)
