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Pflanzung in der Geburtstags-Au 2005
Foto: Gemeinde Tattendor...

In Tattendorf engagieren sich viele für die Umwelt

Tattendorf setzte und setzt zahlreiche umweltfreundliche Aktivitäten.

  • Teilnahme am Umweltschwerpunkt Thermenregion
  • geförderte Energieberatungsschecks für Neu- und Altbauten
  • Mikroklima-Messstationen zur Minimierung des Einsatzes von Beregnungswasser und Pilzbekämpfungsmitteln
  • Pheromonfallen zur gezielten und sparsamen Anwendung von Schädlingsbekämpfungsmitteln
  • Klima-ökologische Begleitplanung (Optimierung von Heckenpflanzungen in Bezug auf Kleinklima, Windwirkung, Vereisung, Bodenverdunstung etc.
  • Kulturlandschaftsprojekt: Projekt zur Verbesserung und Ertüchtigung der ökologischen Grünraumsituation Tattendorfs: Flächenausgliederung aus der landwirtschaftlichen Intensivnutzung, Anlage von Baum- und Strauchpflanzungen auf 20-jährigen Stilllegungsflächen, Baumpflanzungen entlang von Güter- und Radwegen, Erhaltung und weiterer Ausbau von nicht genutzten landwirtschaftlichen Restflächen, Heckenpflanzungen am Ortsrand und im Übergangsbereich von Bauland zu Grünland und Anlage von naturnah gestalteten Wanderwegen.
  • Orts-Baumkataster und Baum-Pflegekonzept (etwa 10 000 Bäume und Sträucher im Ortsbereich und im Gemeindegebiet gepflanzt)
  • Teilnahme an der Aktionswoche des WWF, BMLF und BMJUF “lebende Flüsse”.
  • Natur im Garten: Bei uns im Ort!“ Auszeichnung für die Gemeinde am 20.6.2009. Mit dieser Plakette werden nur jene Gemeinden ausgezeichnet, die eine bestimmte Anzahl von Gärten aufweisen, an welche bereits die „Natur im Garten“ – Plakette verliehen wurde. Diese Plakette wird nur bei Einhaltung spezieller Kriterien verliehen und ist eine Auszeichnung für naturnahe Gärten. Die Kernkriterien sind: keine Pestizide, keine leicht löslichen Mineraldünger und kein Torf zur Bodenverbesserung und das Vorhandensein einiger Naturgartenelemente, Nisthilfen sowie eine naturnahe Bewirtschaftung. Naturgärten sind besonders wertvolle Lebensräume, welche die Artenvielfalt fördern. Sie bieten Erholung, gesunde Ernte und Erlebnisdichte vor der Haustür. Sie sind Oasen für Pflanze, Tier und Mensch.
  • Die Aktivitäten Tattendorfs zu einem nachhaltigen Umgang mit der Ressource „Wasser“ gehen auf die frühen 90er Jahre zurück, als im Zuge der Aktivitäten zur Dorferneuerung von der Arbeitsgruppe Ökologie eine Bestandsaufnahme, Risikoanalyse und Vorschläge zum Gewässermanagement durchgeführt wurden. Die Themen überstreichen die weite Palette vom „Rohstoff Wasser“ bis hin zum „Lebensraum Gewässer“ im Kontext der Aspekte Schutzgut, Naturgut, Kulturgut und Wirtschaftsgut Wasser. Nicht zuletzt wegen dieser wasserbezogenen Aktivitäten wurde Tattendorf unter die fünf besten Teilnehmer des Wasserpreises „Neptun 2001“ gewählt.
  • Tattendorfer Geburtstags-Au: Die Gemeindemandatare widmeten zum Anlass des 60. Geburtstages von Alt-Bürgermeister Ökon.Rat Ing. Erich Schneider ein landwirtschaftlich genutztes Gemeindegrundstück als “Geburtstags-Au” um. Auf diesem Grund soll jährlich für jedes im vergangenen Jahr in Tattendorf geborenes Kind ein Baum gepflanzt werden. Auch die Pflanzung von “Ehrenbäumen” ist möglich. Der Baum dient als Erinnerung an den ersten Geburtstag und soll den/die jungen Tattendorfer/innen gleichsam an die Wurzeln seiner Herkunft erinnern. Darüber hinaus soll der Geburtstags-Baum auch ein symbolischer Ausgleich für den künftigen Beitrag zur CO-Emission sein. Die Einwohner werden damit darauf hingewiesen, dass “ihr” Baum das Treibhausgas Kohlendioxid aus der Luft entnimmt und es gleichsam unschädlich macht. Auf diese Weise sollen die Tattendorfer/innen nachhaltig und langfristig – weit über eine politische Funktionsperiode hinaus – an die Ziele des Klimabündnisses erinnert werden.
  • Gießweiher: Neuanlage eines Feuchtlebensraumes in der Tattendorfer Geburtstags-Au unter Wahrung sozio-ökonomischer und ökologischer Gesichtspunkte. Das Grundwasser wird mittels einer von Solarstrom betriebenen Pumpe in den Weiher gespeist. Für das Projekt Gießweiher wurde Tattendorf im Jahr 2003 der Hans-Czettel-Förderungspreis verliehen. Auch zahlreiche private Feuchtbiotope erhöhen die Vielfalt der Wasserlebensräume.
  • Revitalisierung des Feuerbachls: Das Feuerbachl von Tattendorf geht auf ein altes Wasserrecht zurück, das die Versorgung der örtlichen Vorratsbecken mit Löschwasser garantieren sollte. Mit der Einführung der Ortswasserleitung verlor das Feuerbachl seine ursprüngliche Bedeutung, wurde teilweise unter die Erde verlegt und fristete ein traurig anmutendes Dasein. Im Zuge der Dorferneuerung wurde beschlossen, die kanalartig versenkte Trasse des Feuerbachls an die Oberfläche zurückzuholen. Soweit dies im Ortszentrum möglich war, wurde eine geschwungene Linienführung mit heterogen pendelndem Strömungsstrich und variablen Ufer- und Böschungsformen gestaltet. Durch künstlerisch gestaltete Elemente soll verdeutlicht werden, dass Wasser nicht nur eine „ökologische Substanz“ ist, sondern ihm auch energetische Kräfte und Ur-Informationen innewohnen, deren Existenz dem modernen Menschen nicht mehr bewusst ist. Es wurden sehr eindrucksvolle Formen wie „Wirbel“, „Welle“, „Insel“ und „Wasserfrau“ geschaffen, die in anspruchsvoller Weise die Elemente Kunst und Natur verbinden und positiv auf das Ortsbild wirken.
  • Biotop Feuerbachl: Am Ende des Feuerbachls, bevor es im Bereich des Kinderspielplatzes beim Kindergarten in die Triesting rückgeleitet wird, wurde ein Biotop angelegt. Neben der Verkehrsberuhigung in der Schulgasse ist dieses Biotop auch ein wunderschöner Blickfang. Im Anschluss an das Biotop wird das Feuerbachl durch den Spielplatz geführt.
  • Umweltfreundlicher Energieeinsatz und Energiesparen waren und sind  wesentliche Ziele der Klimabündnisgemeinde Tattendorf.
  • Nachdem bereits in den Neunzigerjahren des vorigen Jahrhunderts sämtliche im Eigentum der Gemeinde befindlichen Gebäude mit Wärmedämmungen  (Außenfassaden, Fenster, oberste Geschoßdecken) ausgestattet worden sind, schon damals "alternative" Heizanlagen (Hackschnitzelheizung im Kindergarten) zum Einsatz gekommen sind, setzt die Gemeinde seit dem Jahr 2009 auf den Einsatz neuester Technologie im Bereich der öffentlichen Beleuchtung. "LEDs go", unter diesem Motto hat die Gemeinde bereits 45 Stück der bislang eingesetzten Kugelleuchten (HQL 80W) durch LED-Leuchten (LED 18W) ersetzt und damit 70% der Energiekosten eingespart. Es ist beabsichtigt, schrittweise alle Leuchten in der Gemeinde auf diese neue Technologie umzustellen.
  • Des Weiteren hat die Gemeinde das Windkraftprojekt der EVN Naturkraft unterstützt. Mit der Erteilung aller notwendigen Bewilligungen ist in der nächsten Zeit zu rechnen, sodass bereits ab 2011 insgesamt 8 Windkraftanlagen umweltfreundlichen Strom erzeugen werden. 
    Die Gemeinde unterstützt weiters die Errichtung von Solaranlagen durch Gewährung eines Förderbetrages an Tattendorfer Haushalte und durch die Bereitstellung von Messgeräten zum Thema ”Energie im Haushalt”.
  • Ökologisch orientierter Hochwasserschutz: Für die schadlose Abfuhr der, über das Triestingprofil austretenden, Hochwässer wurde die Reaktivierung der alten Überschwemmungsgebiete als effiziente, kostengünstige aber auch umweltgerechte Lösung im Sinne der NÖ Wassercharta erachtet. Planungsziel ist, die Wasserabfuhr-Kapazität des bestehenden Triestingbettes auf den alten Konsenszustand von 170 m³/sec zu belassen. Die höheren Abflüsse, welche neuerdings unterhalb der Ortschaft Teesdorf übertreten, werden gezielt der Triesting wieder rückgeleitet bzw. linksufrig der Triesting um den Ort geführt. In weiterer Folge wird das ausgetretene Wasser über das Augebiet an der Grenze zur Gemeinde Oberwaltersdorf wieder in das Triestingbett zugeführt. Grundvorgabe für die Planer war, die bestehenden Geländestrukturen ausnützend, die alten Überschwemmungsgebiete der Triesting auf Gemeindegrund so weit wie möglich zur Retention des Hochwassers heranzuziehen. Durch die große Überschwemmungsfläche bleiben die Schleppspannungen gering und mögliche Erosionsschäden sowie Materialablagerungen werden ausgeschlossen bzw. minimiert. Die zur gezielten Wasserabfuhr nötigen Geländeveränderungen sind sehr unauffällig und behindern weder die landwirtschaftliche Nutzung noch stören sie das Landschaftsbild. Einzige Ausnahme bilden sichtbare Erddämme zum Schutz eines Trockenrasengebietes. Als „ökologischer Begleiteffekt“ werden vor allem die – mittlerweile austrocknenden – Triesting-Auen mit einbezogen bevor das Wasser wieder in den Hauptfluss geleitet wird. Weil dieses Projekt wesentlich zum Hochwasserschutz der Unterlieger-Gemeinden beiträgt hat Tattendorf 2008 den Sonderpreis für NÖ Wassergemeinden vom Gemeindevertreterverband erhaltern.
 

16.06.2010, vielfaltleben Administratoren