Die Motive eine vielfaltleben-Gemeinde zu sein
Tattendorf hat sich als 10. Gemeinde Österreichs der Aktion vielfaltleben angeschlossen. Der Entschluss war insofern einfach, als Tattendorf bereits heute zahlreiche Vorhaben verwirklicht und umsetzt hat, die zu den Zielen von „vielfaltleben“ zählen.
Beispielsweise erfolgte seit 1998 die Außernutzungsstellung von Agrargebiet (gegenwärtig gesichert bis 2016) im Brutgebiet einer der seltensten Brutvögelarten Österreichs, des Triel (Burhinus oedicnemus). Hier wurde bewusst auf die Tatsache Rücksicht genommen, dass dieser nachtaktive Bodenbeutegreifer ein offenes Gelände und freie Flächen für die Aufrechterhaltung seiner Verhaltensweisen braucht. Auf Anregung des "Interdisziplinären Institutes für Umwelt und Wirtschaft" der Wirtschaftsuniversität Wien wurde das Projekt "Lebensqualität Tattendorf" ab Oktober 1999 in die NachhaltigkeitsTATENbank des Bundesministeriums für Umwelt, Jugend und Familie aufgenommen und gehört damit zu den interessantesten 100 Projekten in Österreich.Mit der Teilnahme an der Aktion „Pensionsbäume“ des Österreichischen Naturschutzbundes seit Herbst 2000 wurden zahlreiche lebende und bereits abgestorbene Bäume als „Pensions-Bäume“ gekennzeichnet. 5,3 ha Mischwald in der Triesting-Au werden zur Gänze als Naturwaldzelle der Natur zur Verfügung gestellt und das Wildholz seiner ökologischen Funktion überlassen. Eine gesunde Au mit reicher Flora und Fauna ist der Lohn dieser Aktion. Hirschkäfer, Bockkäfer (sogar der Alpenbock), viele Laufkäferarten, Wiener Tagpfauenauge, Zaunkönig, viele Spechtarten, darunter der Schwarzspecht und viele andere, selten gewordene Arten wurden zu regelmäßigen Bewohnern unserer Auwälder. Der österreichische Naturschutzbund hat am 18.5.2001 die Gemeinde Tattendorf als eine von 19 österreichischen Preisträgern der Kampagne „Baum-Pension“ ausgezeichnet. An dieser Aktion haben immerhin 1 852 Waldbesitzer teilgenommen.
Tattendorf hat auch Anteil an den „Krautgärten“, einem für seine pflanzliche Artenvielfalt bekannten Naturdenkmal an der Grenze zu Oberwaltersdorf.
Darüber hinaus kommen auch etliche Tier- und Pflanzenarten bei uns vor, die im Schwerpunkt von „vielfaltleben“ stehen; z.B. Alpenbock, Smaragdeidechse, Wechselkröte, Wiedehopf, Kiebitz und Feldhamster.
16.06.2010, vielfaltleben Administratoren



