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foto : HANNES MARKOVSKY Tag der Artenvielfalt im Nationalparkzentrum Reichramingfoto : HANNES MARKOVSKY Tag der Artenvielfalt im Nationalparkzentrum Reichraming min. niki berlakovisch Lh. Pühringer mit kindern der Vs 4b St. Valentin Naturparkranger hermann Jansetsberger
Foto: Land OÖ/Kraml

Vielfalt erhalten – Aus Einsicht und Verantwortung

Presseinformation: 26. Mai 2010 (LK)
Festveranstaltung "Woche der Artenvielfalt" im Nationalpark Kalkalpen. "Sind verpflichtet, dieses Paradies vor unserer Haustüre für nachkommende Generationen zu erhalten"

Anlässlich der "Woche der Artenvielfalt" vom 24. bis 29. Mai 2010 fand heute, Mittwoch, eine Festveranstaltung mit Umweltminister DI Niki Berlakovich, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, dem Sprecher der Nationalpark Gemeinden LAbg. Bgm. Christian Dörfel, dem Obmann des Naturschutzbundes Oberösterreich Josef Limberger und Nationalpark-Direktor Dr. Erich Mayrhofer im Nationalpark Kalkalpen Besucherzentrum Ennstal statt. Rund 150 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.
 
„Über das Aussterben von Arten 'betroffen' zu sein wird nicht ausreichen um eine Trendwende zu schaffen. Es ist notwendig, die Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen. Erst durch ein Verstehen kann sich eine gesellschaftliche oder persönliche Verhaltensänderung einstellen. Allein 74.000 SchülerInnen und knapp über 400.000 BesucherInnen in den Nationalpark Zentren unterstreichen das große Interesse der ÖsterreicherInnen für Natur“, erläuterte Bundesminister DI Niki Berlakovich bei seinem Besuch im Nationalpark Kalkalpen.
 
Das große Besucherinteresse gilt insbesondere auch für den Nationalpark Kalkalpen. "Im Jahr 2009 sind die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr um über 11 Prozent auf 285.000 Besucher gestiegen", so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer anlässlich der Festveranstaltung. "Dieses großes Interesse rechtfertigt auch die enormen Investitionen des Landes in den Nationalpark", so Pühringer. "Wir sind verpflichtet, dieses Paradies vor unserer Haustüre für nachkommende Generationen zu erhalten."
 
"Schützen und Nützen" war seit der Gründung des Nationalparks die oberste Maxime. "Und so soll es auch weiter bleiben, damit der Nationalpark Kalkalpen auch in Zukunft einerseits für eine lebendige Vielfalt steht und andererseits einen Beitrag zur Wertschöpfung in der gesamten Nationalpark Region leisten kann", so der Landeshauptmann. Immerhin sichert einer Studie zufolge der Nationalpark Kalkalpen in der Region Steyr-Kirchdorf jährlich 310 Arbeitsplätze.
 
2010 – das "Internationale Jahr der Biodiversität"
 
Das Jahr 2010 wurde von der United Nations Organization, kurz UNO, zum "Internationalen Jahr der Biodiversität" erklärt. Österreich hat sich im Jahr 2006 wie alle Vertragsstaaten dazu verpflichtet, den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen. Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt des Lebens auf der Erde – von der genetischen Vielfalt über den Artenreichtum bis zur Vielfalt der Lebensräume.
 
Die Woche der Artenvielfalt mit rund 100 Veranstaltungen in ganz Österreich und besonders auch der Geo-Tag der Artenvielfalt in den Österreichischen Nationalparks, der am kommenden Samstag, 29. Mai stattfindet, sollen Bewusstsein schaffen für die Vielfalt an Natur- und Lebensräumen. Österreichs Bevölkerung soll Artenvielfalt überall spüren und erleben können. Den Menschen soll gezeigt werden, wie vielfältig und wertvoll Österreichs Arten- und Lebensraumschatz ist und was sie zu dessen Erhaltung beitragen können. Gerade die Nationalparks Donauauen, Neusiedlersee-Seewinkel, Hohe Tauern, Thayatal, Gesäuse und der Waldnationalpark Kalkalpen sind besondere Plätze des Natur- und Artenschutzes. Sie tragen in einem besonderen Maße zu mehr Sensibilisierung für Umwelt- und Artenschutz bei.
 
Die von Umweltminister Niki Berlakovich ins Leben gerufene Kampagne "vielfaltleben" ist bislang die größte Artenschutzkampagne Österreichs. Gezielte Schutzprogramme und effektive Maßnahmen, die die Situation der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten deutlich verbessern, und breite Bewusstseinsbildung sind die Zielsetzungen der Kampagne. „Österreich soll nicht nur wegen seines außergewöhnlichen Kulturreichtums in Erscheinung treten, sondern auch wegen seines Einsatzes für Natur einen der vorderen Plätze im Reigen der europäischen Länder innehaben“, meinte der Umweltminister abschließend. 
 

23.06.2010, vielfaltleben Administratoren