Umweltminister Berlakovich, Gregor Seberg und Coca-Cola kümmern sich um den bedrohten Hundsfisch
Genau rechtzeitig zum Weltwassertag am 22. März, übernimmt Gregor Seberg im Rahmen der Kampagne vielfaltleben die Patenschaft für den bedrohten Hundsfisch. Schützenhilfe erhält der bekannte Fernsehkommissar aus Soko Donau dabei von Coca-Cola.
Bundesminister Niki Berlakovich, Initiator von vielfaltleben, erläutert: „Feuchtgebiete und naturnahe Gewässer zählen zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen weltweit. Der kleine Hundsfisch steht stellvertretend für alle gefährdeten Wasserbewohner in Österreich, deren Situation wir im Rahmen unserer Initiative verbessern wollen. Mit starken Partnern wie Coca-Cola und prominenten Fürsprechern wie Gregor Seberg wird uns dieses Vorhaben gelingen.“Der Europäische Hundsfisch
Er galt in Österreich bereits als ausgestorben, wurde aber in den 90er Jahren wiederentdeckt. Heute sind zwei Vorkommen gesichert: im Nationalpark Donau-Auen und in der Feuchten Ebene in Niederösterreich. Seinen Namen verdankt der Hundsfisch übrigens seinem einzigartigen Schwimmstil. Das abwechselnde Rudern der Bauch- und Brustflossen erinnert an die Schwimmversuche eines Hundes. Diese ungewöhnlichen Schwimmbewegungen erlauben es ihm auch waagerecht und diagonal durch das Wasser zu manövrieren. Eine Eigenschaft die der Hundsfisch in seinem Lebensraum - seichte, sumpfige, zeitweise sauerstoffarme Augewässer, Gräben und Tümpel - voll ausspielen kann. Der wendige kleine Fisch ist nämlich, als kleiner Bruder des Hechts, auch ein fleißiger Räuber. Mit seiner Körperlänge von bis zu knapp zehn Zentimetern ernährt er sich hauptsächlich von kleinen Insekten, Larven, Schnecken und Krebstieren.
Gregor Seberg, frisch gebackener Hundsfisch-Pate hat den kleinen Fisch bereits ins Herz geschlossen: „Mir gefällt an der Kampagne vielfaltleben, dass auch diejenigen geschützt werden, die nicht die Lautesten sind. Der Hundsfisch ist nicht ein so schillerndes Wesen wie z.B. ein Adler oder ein Bär und gerade darum muss man sich auch für die Kleinen und Schwachen stark machen.“
Projekt Feuchte Ebene
Um das Überleben des Hundsfisches in Österreich sicherzustellen, hat vor allem die Wiederherstellung seiner Lebensräume Priorität. In der Feuchten Ebene im südlichen Wiener Becken wird daher mit kräftiger Unterstützung von Coca-Cola die nachhaltige Sicherung und Vernetzung der vorhandenen Feuchtgebiets-Lebensräume in Angriff genommen. Dieses Artenschutzkonzept, das gemeinsam mit den Gemeinden Moosbrunn, Grammatneusiedl und Mitterndorf entwickelt wurde, kommt aber nicht nur dem Hundsfisch sondern auch zahlreichen Vogelarten, Amphibien und seltenen Pflanzen zugute.
„Mit der Kampagne vielfaltleben wollen wir bis Ende des Jahres 2010 eine Trendwende einleiten. Mit über 25 Artenschutzprojekten österreichweit, werden wir über 100 stark bedrohten Tieren und Pflanzenarten eine Zukunft sichern. Das ist unser Beitrag zum internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt“, ergänzt Umweltminister Berlakovich abschließend.
25.05.2010, vielfaltleben Administratoren




