Mödling ist Modellgemeinde im Kampf gegen den Artenverlust
Österreich und die anderen EU-Staaten haben sich dazu bekannt, den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen. Auch die Stadt Mödling ist seit vergangenem Jahr Teil des Artenschutz-Netzwerkes und bringt dort ihre vielfältigen Projekte und Erfahrungen mit Naturschutz ein.
Eine große Bedeutung kommt dabei auch den Vereinen und Gemeinden zu, die auf regionaler Ebene zur Bewusstseinsbildung beitragen aber auch viele konkrete Maßnahmen umsetzen können. "Mödling kann mit Recht stolz auf seine Leistungen für Natur und Umwelt sein und ist eine österreichweite Modellstadt", erklärte Dr. Gerhard Heilingbrunner anlässlich einer Pressekonferenz in Mödling am 22. Februar 2010.So ist Die Pflege des Naturschutzgebietes Eichkogel, die Renaturierung des Mödlingbaches und das erst jüngst gestartete Projekt zum Schutz des Mödlinger Stadtwaldes bezeichnete Heilingbrunner als "Leuchtturmprojekte" im Dienste des Artenschutzes.
Neben den großen Vorhaben stehen in Mödling aber auch viele kleine Projekte auf der Tagesordnung. "Mit unseren Baumpartnerschaften für Privatgärten aber auch mit dem naturnahen Bepflanzungskonzept für unsere öffentlichen Beete und Grünflächen wollen wir in Mödling neue und innovative Wege einschlagen", erklärt GR Leopold Lindebner, der in Mödling bereits zahlreiche Umweltprojekte initiiert hat.
"Wir Mödlingerinnen und Mödlinger sind sehr eng mit unserem Naturraum verbunden. Sowohl die Stadt als auch die vielen Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer sowie zahlreiche Vereine und Initiativen sind sich ihrer Verantwortung für die Umwelt sehr bewusst", weiß auch Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner um den hohen Stellenwert der Mödlinger Naturräume. Stellvertretend dankte der Stadtchef Mag. Gudrun Foelsche, Univ. Prof. Dr. Florin Florineth, Univ. Prof. Dr. Eduard Hochbichler und GR Dr. Leopold Lindebner für ihr Engagement für den Eichkogel, den Mödlingbach und den Stadtwald.
"Die kommenden Monate wollen wir intensiv dafür nutzen, unsere Projekte weiter voranzutreiben und die Mödlinger Bevölkerung aktiv in den Schutz der Artenvielfalt mit einzubeziehen", erklärten Stadtchef Hintner und GR Lindebner abschließend. Außerdem wolle man natürlich an dem vom Lebensministerium ausgeschriebenen Wettbewerb teilnehmen.
Drohenden Artenverlust bewusst machen
Obwohl in Österreich bereits beachtliche Fortschritte und Erfolge erzielt wurden, gelten heute mehr als 33% der heimischen Wirbeltierarten und 40% der Farn- und Blütenpflanzen als gefährdet. Der Verlust der Artenvielfalt wird zwar vom Großteil der Österreicher als "ernstes Problem" bezeichnet, aber vorrangig als eine weltweite und nicht eine "österreichische" Entwicklung wahrgenommen. Die Mehrheit fühlt sich vom Verlust der biologischen Vielfalt nicht persönlich betroffen.
"In Österreich sind 4.000 Arten vom Aussterben bedroht. Wir alle müssen etwas tun, um die biologische Vielfalt für unsere Lebensqualität und unser Überleben zu sichern. Gemeinden als starke Partner vor Ort haben eine zentrale Rolle bei unseren Kampagnen-Aktivitäten zum Schutz unserer Natur- und Artenvielfalt. Auch das hohe Engagement unserer prominenten PatInnen ist unverzichtbar, um möglichst breit das Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung des Themas Biodiversität zu schärfen", so Umweltminister Niki Berlakovich in einem Statement auf der eigens eingerichteten Homepage www.vielfaltleben.at. Die Site enthält neben Informationen zur Kampagne und dem Wettbewerb für Gemeinden auch viele Hinweise, wie jeder einzelne von uns zum Artenschutz und der Bewahrung der Artenvielfalt beitragen kann.
01.03.2010, vielfaltleben Administratoren


