Artenschutzprogramm Brachpieper
Obwohl der Brachpieper in der Roten Liste der Brutvögel Österreichs als „vom Aussterben bedroht“ geführt wird und seine Bestände europaweit rückläufig sind, gibt es bislang kein speziell für diese Art konzipiertes Schutzprojekt.
Der Brachpieper ist ein Langstreckenzieher und verbringt den Winter in der Sahelzone südlich der Sahara, in Nordostafrika, in Arabien, im Süden des Iran sowie im westlichen Indien. Im Sommer ernährt sich der etwa 17 cm große Vogel von Käfern, Heuschrecken und anderen Insekten. Dabei ist er auf einen hohen Anteil vegetationsfreier oder lückig bewachsener Flächen, wie Sand- und Schotterflächen, lückige Heiden und Brachen, Ruderalflächen, Kahlschläge und Lichtungen für seinen Nahrungserwerb angewiesen.Der Bestand dieses bodenbrütenden Vogels wird derzeit in Österreich auf 40-60 Paare geschätzt.
Region
Das Projekt wird in der vielfaltleben-Schwerpunkt-Region Neusiedler See durchgeführt.
Maßnahmen
» Erhebungen der Brachpiepervorkommen (Mai-Juli 2009). Analyse von Gefährdungsfaktoren für diesen Bodenbrüter.
» Entbuschung und andere Pflegemaßnahmen auf Grundstücken der ÖBB entlang der Bahnlinien im Untersuchungsgebiet (Jänner-März 2010).
» Erfolgskontrolle der Maßnahmen in der Brutsaison Mai-Juli 2010.
» Erarbeitung eines aktuellen Aktionsplanes für den Schutz des Brachpiepers in Österreich (September-Dezember) 2010.
» Öffentlichkeitsarbeit: Vorstellung des Projektes in regionalen und nationalen Medien
Weitere geförderte Arten und Lebensräume
Der Steinschmätzer, der ebenfalls in diesem Lebensraum vorkommt, profitiert von den Maßnahmen.
Verschiedene wirbellose Arten werden gefördert.
Zeithorizont
Projektlaufzeit 2009-2010. Bei Erfolg wird eine Weiterführung über 2010 hinaus und eine Ausweitung geplant.
Die Kampagne vielfaltleben bewirkt
Das vielfaltleben-Projekt bewirkt eine Verbesserung des Lebensraumes für den Brachpieper im österreichischen Haupt-Verbreitungsgebiet.
vielfaltleben ermöglicht den Start eines langfristig angelegten Artenschutzprojektes für den vom Aussterben bedrohten Brachpieper.
Ansprechpartner
Dr. Michael Dvorak (BirdLife Österreich)
Projektpartner
» ÖBB
07.01.2010, vielfaltleben Administratoren


