Projekt Feuchtgebietsrenaturierung Leithaniederung
Das heutige „Gesicht“ der Leithaniederung ist das Resultat einer seit Jahrzehnten andauernden Entwicklung und Intensivierung der Kulturlandschaft in diesem Bereich. Feuchtwiesengebiete sind für zahlreiche Vogelarten wichtige Nahrungshabitate.
Die schleichende Entwässerung von Flächen, Drainagen und Gewässerbegradigungen müssen gestoppt werden, um das große Potential dieses Gebiets für den Natur- und Artenschutz zu erhalten.Region
Das Projekt wird in der Schwerpunktregion Neusiedlersee-Gebiet durchgeführt.
Maßnahmen
Im Untersuchungsgebiet wird eine flächendeckende Zustandserhebung der Feuchtbiotope durchgeführt.
In Zusammenarbeit mit dem burgenländischen Wasserbau werden die Möglichkeiten für Rückbauten, Wiedervernässungen, Schließung von Kanälen, Anbindung von Altarmen und Sutten erörtert.
Durch Informationsveranstaltungen gewinnt das vielfaltleben-Projekt die Nutzergruppen (lokale Bevölkerung und die Jagd) für die Anliegen des Feuchtgebietsschutzes in der Leithaniederung.
Ein Ergebnis konzentriert sich auf die Erstellung eines Schutz- und Management-Konzepts, das die Grundlage für ein EU-gefördertes wasserbauliches Schutzprojekt liefern wird.
Weitere geförderte Arten und Lebensräume
Zahlreiche weitere in Feuchtwiesen lebende Tier- und Pflanzenarten profitieren von der Erhaltung und Wiederherstellung der Flussniederungen.
Erwähnenswert ist die - hier erst vor wenigen Jahren entdeckte - Südrussische Tarantel (Lycosa singoriensis).
Zeithorizont
Projektlaufzeit 2009-2010
Die Kampagne vielfaltleben bewirkt
Grundlagen, die für die Einreichung eines EU-geförderten mehrjährigen Schutzprogramms notwendig sind.
Information der lokalen Bevölkerung und der breiten Öffentlichkeit über die Problematik des Feuchtgebietsschutzes speziell im Untersuchungsgebiet.
Ansprechpartner
Dr. Michael Dvorak (BirdLife Österreich)
Projektpartner
Wasserbau Burgenland
Gemeinden Zurndorf und Nickelsdorf
07.01.2010, vielfaltleben Administratoren



