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Blaumeise am Futterhaus
Foto: Mair-Markart/NATUR...

Ich tu etwas! - Richtiges Vogelfüttern im Winter

Was kann jede Einzelne und jeder Einzelne von uns tun, um die Biologische Vielfalt zu fördern? An dieser Stelle finden Sie praktische Tipps, die Sie im Alltag leicht umsetzen können. Kleine Entscheidungen haben in Summe oft große Auswirkungen auf unseren Lebensraum und alle Tier- und Pflanzenarten. Helfen Sie mit!

Die Winterfütterung bei Vögeln hilft, die Notzeiten für unsere gefiederten Freunde zu überbrücken. Falsche Fütterung kann aber zu Krankheiten führen, die den Nutzen für Vögel zum Schaden werden lässt. Beachten Sie daher bitte folgende Tipps:
  • Beginnen Sie erst zu Füttern, wenn die Schneedecke geschlossen ist. Davor finden Vögel selbst noch genug Nahrung.
  • Reinigen Sie das Futterhäuschen regelmäßig und gründlich, am besten mit heißem Wasser. Vermischt sich Vogelkot mit Körnern, entstehen gefährliche Infektionsherde. Ein verschmutztes Futterhaus fordert unter Umständen mehr Opfer als die winterliche Futterknappheit!
  • Wenn Sie Futter ausstreuen, dann nur soviel, wie die gefiederten Gäste an einem Tag verputzen können.
  • Äpfel und Birnen nur in ganzen oder halbierten Stücken auslegen.
  • Niemals Speisereste oder Brot verfüttern. Brot quillt im Vogelmagen auf.
  • Verwenden Sie kein Futter vom Vorjahr.
  • Schützen Sie Futter vor Schnee und Regenwasser.
  • Futterhäuser für Hauskatzen unerreichbar machen: z. B. mit einem Abwehrgürtel aus Zweigen oder Draht.
  • Stellen Sie die Fütterung im Vorfrühling ein. Wenn die Vogeleltern Körner an die Brut verfüttern, kann das tödlich enden, denn das Verdauungssystem der Vogelkinder ist auf tierische Nahrung ausgelegt.
Bei der Auswahl der Sämereien empfehlen wir, auf Vogelfutter zu achten, das frei von „Ragweed“ ist. Die Pollen des Beifußblättrigen Traubenkrautes (Ambrosia artemisiifolia) gehören zu den stärksten Allergieauslösern und verursachen Heuschnupfen, Bindehautentzündungen und überdurchschnittlich häufig auch Asthma. In Ostösterreich reagieren bereits 35% der Allergiker auf Ragweed. Die Verbreitung dieses Neophyten wird durch die Beimengung in Vogelfutter begünstigt. Greifen Sie zu „Ragweed-freiem“ Vogelfutter und anderer Heimtiernahrung die als „geprüft“ oder „gereinigt“ gekennzeichnet ist.
 

Links zum Thema:

27.01.2010, vielfaltleben Administratoren