Langenlois: Schüler als Geburtshelfer
Auch in Langenlois wird der Osterluzeifalter gefördert. Die Stadt hat Mittel zur Verfügung gestellt, um die Umstellung auf biologische Insektizide zu ermöglichen. Gleichzeitig fördern Schülerinnen und Schüler der Gartenbauschule Langenlois die Osterluzeipflanzen in den Weingärten.
Natur- und Landschaftsschutz ist oberste Prämisse, um die Lebensgrundlage der Menschen zu schützen. Dieses Thema ist somit auch eine öffentliche Aufgabe. Der Gemeinderat hat sich daher für ein Projekt eingesetzt, das einem vom Aussterben bedrohten Schmetterling wieder neuen Lebensraum gibt. Der gefährdete Osterluzeifalter, der in den Weingärten rundum Langenlois beheimatet ist, gehört bereits zu den geschützten Tierarten.Zwei wichtige Schritte werden jetzt gesetzt. Durch den erhöhten Einsatz von chemischen Pestiziden, mit denen der Heu- und Sauerwurm bekämpft wird, leidet dieser selten gewordene, wunderschöne Schmetterling. In einem Vorzeigeprojekt des Weinbauvereines Langenlois, das bereits zwei Jahre getestet wird, werden in Hinkunft auf einer geschlossenen Fläche von etwa 250 Hektar in den Rieden Spiegel, Kittmannsberg und Teile im Ladner nur mehr biologische Insektizide verwendet. Dafür stellt die Gemeinde 21.492 Euro, aufgeteilt auf drei Jahre, zur Verfügung. Auch die NÖ Landesregierung unterstützt dieses Projekt.
Die Raupen des Falters ernähren sich in Mitteleuropa von der Osterluzei-Pflanze, die im Mittelalter als Heilpflanze diente. Die Wirkstoffe der Pflanze sollten die Geburt erleichtern und beschleunigen. Sprichwörtlich als „Geburtshelfer“ können jetzt auch die Schülerinnen und Schüler der Gartenbauschule Langenlois bezeichnet werden. Die Osterluzei, eigentlich ein Weingarten(bei)kraut“, wurde durch regelmäßige Bodenbearbeitung auf die Weingartenraine verdrängt, die in größerem Ausmaß nur mehr am Heiligenstein zu finden ist.
Die Gartenbaufachschule mit Ing. Hubert Traxler siedelt jetzt diese Pflanze aus diesem Gebiet auf die Raine im Projektgebiet um. Langenlois und Umgebung soll bald wieder zum Paradies für viele farbenprächtige Schmetterlinge werden!
Rückfragehinweis:
Ulli Paur
Stadtamtsdirektion - Pressestelle
3550 Langenlois, Rathausstraße 2
T +43 (0)2734 2101-14 | F +43 (0)2734 2101-39
ulrike.paur@langenlois.gv.at | www.langenlois.gv.at
14.10.2009, vielfaltleben Administratoren


