Projekt Osterluzeifalter
Die Osterluzeifalter sind von der Existenz meist kurzlebiger Standorte abhängig, an denen die Osterluzeipflanze auftritt. Die Zerstörung von Pflanzenbeständen durch Verbauung, aber auch großflächige Mahd der Futterpflanze zum falschen Zeitpunkt bedroht diese Schmetterlingsart.
Ziel des Projekts ist die Bestandsstärkung der letzten steirischen Vorkommen des Osterluzeifalters.Region
Südliche Steiermark mit Grenzmur zwischen Spielfeld und Radkersburg. Ein Aktionsschwerpunkt wird am Sandhang in Spielfeld und in den Murauen der Gemeinde Gosdorf gesetzt.
Maßnahmen
» Lokale Vorkommen des Nahrungspflanzen (Aristolochia clematitis) werden gefördert. Ein Rückschnitt von Konkurrenzpflanzen begünstigt das Wachstum der Osterluzeipflanzen.
» Nachzucht und Wiederausbürgerung der Osterluzeipflanze an geeigneten Standorten
» Winzern und Bauern werden gewonnen, Osterluzeipflanzen in ihrem eigenen Bereich zu fördern.
» Raupen des Osterluzeifalters werden auf Futterpflanzen verteilt, um die Bestände optimal auszunutzen (wissenschaftliche Begleitung, Doktoratsarbeit).
» Geführte Exkursionen sorgen für eine Besucherlenkung in den sensiblen Biotopbereichen.
» Im Juni 2010 wird ein Osterluzeifest das Projekt bewerben und der Öffentlichkeit vorstellen.
Weitere geförderte Arten und Lebensräume
Gottesanbeterin, Schnarrschrecke, Sandlaufkäfer, Zebraspinne, Smaragdeidechse, Ungarische Hummel, Wiedehopf, Klein- und Mittelspecht, Europäische Hornviper.
Zeithorizont
2009-2013
Die Kampagne vielfaltleben bewirkt
Die aktuellen und potenziellen Habitate des Osterluzeifalters und der Osterluzeipflanze sind allgemein als Rückzugsgebiete für Wärme liebende Pflanzen und Tiere, insbesondere von extensiven Standorten bekannt. Zahlreiche Besonderheiten der Insekten-, Vogel und auch Reptilienwelt treten dort auf.
Der Osterluzeifalter gilt als Schirmart eines Lebensraumtyps am Rande von Weinbergen bzw. von intakten Flussauen und mit ihm wird eine große Anzahl von unscheinbaren Arten mitgesichert, die ansonsten leise und unbemerkt verschwinden.
Ansprechpartner
Prof. Dr. Johannes Gepp
NATURSCHUTZBUND Steiermark und Institut für Naturschutz in Graz, Herdergasse 3, 8010 Graz
Dr. Irmgard Pribas
Klimaschutzgarten in Misselsdorf bei Gosdorf, i.pribas@klimaschutzgarten.at
Projektpartner
» Gemeinden Spielfeld
» Gemeinde Gosdorf
» Land Steiermark (FA 13C)
» Schmetterlingsexperten Sloweniens
Links zum Thema:
07.01.2010, vielfaltleben Administratoren



