Most und mehr
Rund um Streuobstwiesen drehte sich der ganze Nachmittag der Reihe „Natur erleben in Röthis“ von NATURSCHUTZBUND Vorarlberg und Gemeinde Röthis im Rahmen der Kampagne vielfaltleben.
Bei wunderbarem Herbstwetter wanderten Interessierte mit Elmar Sturn und dem Baumwärter Erich Bachmann durch Röthis. Anhand von Karten, Fotos und spannenden Geschichten erklärte Elmar Sturn, welch große Bedeutung der Obstbau in Röthis einst hatte. In seinem Garten konnten die TeilnehmerInnen verschiedenste Apfel- und Birnensorten – von Bernerrosen, Einsiedlerbirnen bis Butterbirnen – bewundern.Jede Sorte hat ihren eigenen Geschmack und eigene Qualitäten. Die Birnen seines imposanten „Hansibirar“ z.B. sind sehr gut zum „Teera“ geeignet, berichtete Elmar Sturn. Erich Bachmann zeigte an befallenen Bäumen, wie man den gefährlichen Feuerbrand und den Birnengitterrost erkennt.
Ein Feuerdorn, den er wegen Feuerbrandbefall stark zurückgeschnitten hatte, war inzwischen wieder gesund und kräftig nachgewachsen. Gustl Schwärzler, der einzige Erwerbsobstbauer von Röthis, führte durch seine vielfältigen Kulturen und stärkte die TeilnehmerInnen mit Süßmost und Schnaps. Rund 2 Millionen Obstblüten kann ein Bienenvolk in einem Tag bestäuben, erklärte Reinhard Sardelic, Obmann des Bienenzuchtvereins Sulz-Röthis und unterstrich die enge Beziehung zwischen Bienen und Obstbäumen.
Anschließend verkosteten alle beim Bur Pur am Hof von Monika und Armin Ebenhoch verschiedene Mostsorten – von lieblichem Apfelmost, dessen Gärung unterbrochen wurde, bis zu kräftigerem Most mit 70% Birnenanteil. Bei einem liebevoll vorbereiteten Bauernbuffet ließ man den gelungenen, informativen Nachmittag ausklingen.
06.10.2009, vielfaltleben Administratoren




