Vogelwelt und Holznutzung
Bei der Exkursion ins herbstliche Frödischtal mit dem Vogelkundler Alwin Schönenberger und dem Waldaufseher Stefan Lampert konnten Bürgermeister DI Norbert Mähr und Mag. Bianca Burtscher, NATURSCHUTZBUND Vorarlberg 30 Interessierte begrüßen.
Stefan Lampert berichtete, wie sich die Holznutzung im Frödischtal von den früher üblichen Kahlschlägen zur heute üblichen Einzelstammnutzung veränderte. Von den Fichtenmonokulturen ist man abgekommen, doch findet man noch alte Fichtenforste im Frödischtal. Ziel der heutigen Forstwirtschaft ist ein standortgerechter Wald.Davon profitieren u.a. auch die Vögel des Waldes. Diese waren bei der Exkursion teilweise besser zu hören als zu sehen. Doch Alwin Schönenberger erkannte sie auch an ihrem Gesang. Verschiedene Meisenarten und der kleinste heimische Vogel, das Goldhähnchen, flogen gemeinsam in einem Trupp.
Gut zu beobachten waren Kreuzschnabel, Felsenschwalben und ein Tannenhäher, der gerade eine Walnuss bearbeitete. Wie ihr Name schon vermuten lässt, brüten Felsenschwalben in Felswänden, wie sie auch im Frödischtal vorkommen. Steile Bereiche und Schluchten gibt es im Frödischtal viele.
Stefan Lampert betonte, dass der Wald hier eine wichtige Schutzwirkung hat und deshalb ein stabiler Wald angestrebt wird. Für manche Arten sind jedoch gerade Wälder in der Zerfallsphase wichtig. So brauchen beispielsweise höhlenbrütende Vogelarten wie Spechte und Eulen alte Bäume, wie Alwin Schönenberger erklärte.
Auch über andere Themen wie das Waldsterben, Naturverjüngung etc. wurde rege diskutiert. Bei der Kreastannahütte gab es eine Rast, wo Dr. Helmut Peter, Obmann der Agrargemeinschaft Röthis die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon mit gekühlten Getränken erwartete. Auf dem Rückweg führte Elmar Sturn noch alle auf einem besonders schönen Ausblick vorbei zum Ausgangspunkt zurück.
Mit dieser und weiteren Veranstaltungen der Reihe „Natur erleben in Röthis“ im Rahmen der Kampagne vielfaltleben wollen der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg und die Gemeinde Röthis Menschen für die Natur und die biologische Vielfalt begeistern. Auf dem Rückweg führte Elmar Sturn noch alle an einem besonders schönen Ausblick vorbei zum Ausgangspunkt zurück.
22.09.2009, vielfaltleben Administratoren




