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Steinbock-Narkose
Foto: Nationalpark Hohe ...

Steinwildtelemetrie

Der Alpensteinbock war in Österreich lange Zeit ausgerottet. Im 20. Jahrhundert wurde er wieder eingebürgert. Im Gebiet der Hohen Tauern leben mittlerweile ungefähr 1.000 Stück, aufgeteilt auf verschiedene Kolonien in den Bundesländern Kärnten, Salzburg und Osttirol.

Aus wissenschaftlicher Sicht zählt der Alpensteinbock zu einer gut erforschten Wildart, doch Forschungsergebnisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass diese Tierart lange „unterschätzt“ wurde. Denn Steinböcke unternehmen weite Wanderungen – insbesondere auf der Suche nach geeigneten Wintergebieten, an die sie ganz spezielle Ansprüche stellen. In den Hohen Tauern konnte man dabei beobachten, dass zwischen den einzelnen Teilpopulationen ein Austausch stattfindet.

Das Steinwildtelemetrie-Projekt untersucht den Zusammenhang der Teilpopulationen in Kärnten, Salzburg und Osttirol ebenso wie das Wanderverhalten und die saisonale Raumnutzung. Weiters gibt das Projekt Einblick in die Siedlungsgebiets-Präferenzen des Alpensteinbocks und in dessen Aktivitätsrhythmen. Die dabei angewendeten Untersuchungsmethoden umfassen mit der Datenerfassung mittels GPS-Empfänger modernste technische Möglichkeiten. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen schließlich der Entwicklung gezielter Maßnahmen für den effizienten Schutz und ein umfassendes Management der Steinböcke im Nationalpark und im wildökologisch zusammenhängenden Nationalparkumfeld.

10.08.2009, vielfaltleben Administratoren