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Foto: Nationalpark Hohe ...

Trout exam invest - Die Urforelle

Die Bachforelle (Salmo trutta) scheint derzeit auf keiner der klassischen „Roten Listen“ für gefährdete Arten auf. Dennoch ist sie in Europa gefährdet!

Die Ursachen liegen neben geänderten Umweltbedingungen wie Gewässerverschmutzung und „harten“ Regulierungsmaßnahmen auch in einem geänderten Besatzverhalten in den Fischereirevieren. Durch jahrzehntelangen Besatz mit Fischen aus Zuchtanstalten – Bachforellen vom „Atlantischen Typ“ und Bachsaiblinge – sind gerade die vielen regionalen und gut angepassten autochthonen Formen der Bachforelle ungewollt verdrängt worden und dadurch im Bestand stark gefährdet. Erst in den letzten Jahren hat ein gesteigertes Bewusstsein und Interesse zur Suche nach Reliktpopulationen der alten Formen geführt. In abgelegenen und schwer erreichbaren Gewässern im Gebirge konnten die so genannten „autochthonen“ Formen gefunden werden.

Versuche zeigen, dass gerade unter den erschwerten Lebensbedingungen in Hochgebirgsbächen die „fremden“ Besatzfische nur wenig Überlebenschancen haben und somit ein natürlicher Populationsaufbau auf Basis eigener Reproduktion kaum möglich ist. Der Schutz und Erhalt der autochthonen Bachforellen hat damit neben dem Artenschutz auch einen wirtschaftlichen Hintergrund und trägt zur Stärkung regionaler Zuchtanstalten bei, die autochthone Bachforellen für Besatzzwecke nützen. Die ersten Monitoringergebnisse zeigen eine hohe Standorttreue und Überlebensrate der „Urforelle“.

10.08.2009, vielfaltleben Administratoren