Fressen und gefressen werden…
Oder: Räuber und Beutebeziehung - Natur erleben in Röthis
Unser Wald ist ein wundervolles Biotop, in dem sich jedoch letztlich alles um „Fressen und gefressen werden“ dreht. Wer aufmerksam beobachtet, sieht viele Spuren dieser Nahrungskette.
Jeder ist von jedem anhängig. Der bussardgroße Milan ist der größte Raubvogel in unserem Gebiet und frisst vor allem Mäuse und Fische, aber auch Ringelnattern bzw. alles, was er fortschleppen kann.
Ein ausgewachsenes Reh hat bei uns keine Feinde außer Mensch und Autos. Junge Rehe müssen sich jedoch vor Füchsen und Uhus in Acht nehmen.
Ein ganz großer Feind unserer Säugetiere (junges Reh, Hasen, junge Gämsen) ist das Wetter. Wenn es längere Zeit nass und kalt ist, sterben viele Jungtiere.
Förster Christoph Kühne zeigte uns Drittklässlern noch:
- einen Fuchsbau
- einen Ameisenhügel mit Fraßspuren
- Spuren eines Rehs mit der Lieblingsspeise
(Blätter von der Brombeerstaude)
- einen Spechtbaum
Schließlich erzählte er uns noch, dass der Jäger die Arbeit der ausgestorbenen natürlichen Feinde (Luchs, Wolf, Bär) übernimmt. Denn wenn es zu viele Tiere einer Art in der Gegend gibt, hat das oft Seuchen zur Folge.
Zum Schluss erinnerte uns Christoph noch daran, dass wir Menschen im Wald Gäste sind und Lärm sowie Abfall vermeiden, kein Feuer machen und Hunde an die Leine nehmen sollen.
Richtig spannend war dieser Tag im Wald. Danke dem Förster Christoph Kühne!
Bericht von A. Peter, Klassenlehrer
23.07.2009, vielfaltleben Administratoren


