Flurnamen-Wanderung in Röthis
A B C öber üsere Flur, Stroßanäma und o Grenza vo Röthis
Woher kommen Flur- und Straßennamen in Röthis, was verraten sie über Röthis in früheren Zeiten?
Auf Schritt und Tritt begegneten die TeilnehmerInnen dem Weinbau, der in Röthis eine sehr lange Tradition hat. Bereits in der ersten urkundlichen Erwähnung von Röthis im „churrätischen Reichsurbar“ aus dem Jahre 842 n. Chr spielt er eine Rolle. Das Gasthaus Torggel und der Torkelweg erinnern heute noch daran, dass es in Röthis zahlreiche Torkel gab, in denen die Weintrauben gepresst wurden.
Flurnamen wie „I da Altastädtner Klosterreaba“ zeugen davon, dass einige Weinberge nicht Röthnern gehörten, sondern andere Besitzer hatten wie z.B. das Kloster in Altenstadt. Vom milden Weinbauklima profitieren in Röthis auch andere wärmeliebende Pflanzen, wie z.B. Edelkastanien, die im Flurnamen „Kästaholz“ verewigt sind.
Von der Qualität der Röthner Weine konnten sich die TeilnehmerInnen selbst überzeugen, als sie Bürgermeister Norbert Mähr zu einem Zwischenstopp in eine Buschenschank einlud. Stilecht zeigte auch ein „Buschen“ aus Föhrenästen an, dass sie geöffnet ist. Nach der kleinen Stärkung ging es zur „Ganta, das aus dem Rätoromanischen stammt und Felsen oder Geröllhalde bedeutet.
Aber auch die Viehzucht hat in Röthis Spuren hinterlassen. Auf der Treietstrasse wurde das Vieh auf die gemeinschaftlich genutzte Allmende getrieben und über die „Goaßgass“ führte man die Ziegen in den Röthner Wald. Denn früher hatte die Waldweide noch eine große Bedeutung. Dass Röthis von Natur aus wesentlich stärker bewaldet wäre und viele Bereiche erst gerodet werden mussten, zeigen Namen wie Rautenastrasse oder „I da Rütti“. Die TeilnehmerInnen waren begeistert, wie Elmar Sturn sein reiches Wissen über Flurnamen, Heimatkunde und Biologie zu einer lebendigen Geschichte von Röthis verwob.
Mit dieser und weiteren Veranstaltungen der Reihe „Natur erleben in Röthis“ im Rahmen der Kampagne vielfaltleben wollen der NATURSCHUTZBUND Vorarlberg und die Gemeinde Röthis Menschen für die Natur und die biologische Vielfalt begeistern.
Weitere Infos erhalten Sie bei:
Naturschutzbund Vorarlberg
Schulgasse 7, 6850 Dornbirn
Tel. 05572/29650, E-Mail: vorarlberg@naturschutzbund.at
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14.07.2009, vielfaltleben Administratoren



