Landwirtschaft verliert 3D
Freistehende Bäume im Agrarland werden immer seltener. Damit verlieren viele Tierarten ihren Lebensraum und die landwirtschaftlichen Flächen werden ihrer dritten Dimension beraubt. Das rechtzeitige Nachpflanzen von Bäumen erhält diese wichtige Strukturen.
Freistehende Eichen, Linden, Obstbäume usw. sind landschaftsprägende Elemente, die unsere Kulturlandschaft bereichern. Vögel und Insekten finden hier Nahrung, Nistmöglichkeiten und Sitzwarten. Als Schattenspender sind sie Rückzugsgebiet für Wild- und Nutztiere. Doch alte Bäume brechen zusammen oder werden oft ersatzlos gefällt.Damit nimmt die Vielfalt im Agrarland kontinuierlich ab. Eine Studie geht davon aus, dass in verschiedenen Landwirtschaftsgebieten Spaniens, der USA, Australiens und Costa Ricas in 90 bis 180 Jahren keine Einzelbäume mehr anzutreffen sein werden. Übrig bleiben monotone Landschaften mit geringer Artenzahl.
Um diese wichtige dritte Dimension zu erhalten sollte man darauf achten, dass Bäume rechtzeitig nachgepflanzt werden.
Literatur (englisch):
Gibbons P. et al. (2008). The future of scattered trees in agricultural landscapes. Conservation Biology 22: 1309-1319.
03.06.2009, vielfaltleben Administratoren


