Aufwind für Wiedehopf, Fledermaus und Co!
BirdLife ruft Tiroler zur Mithilfe auf. Jede Beobachtung zählt und unterstützt Maßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt.
Oberes Inntal (30. April 2009) - Mopsfledermaus und Wiedehopf sind nur zwei Beispiele für die eindrucksvolle Artenvielfalt, wie sie in der Region „Oberes Gericht“ – dem Oberinntal zwischen Landeck und Nauders – noch zu finden ist. Im Rahmen der Österreich weiten Kampagne vielfaltleben werden auch hier gezielte Maßnahmen für den Erhalt der Biodiversität, wie etwa durch das Anbringen von Nistkästen, gesetzt.Besonders wichtig für den Erfolg des Vorhabens sind Hinweise und Beobachtungen aus der Bevölkerung. „Wer dieses Jahr im ‚Oberen Gericht’ einen Wiedehopf beobachtet oder in den letzen Jahren beobachtet hat, kann sich bei unserer Hotline 0650/70 777 66 melden oder an Andreas.Danzl@gmx.at schreiben“, ersucht Andreas Danzl, Vogelexperte bei BirdLife Tirol um aktive Mithilfe der Tiroler.
Hotspot Naturpark Kaunergrat
Das „Obere Gericht“ zeichnet sich durch besonders vielfältige Landschaftsformen aus. Neben naturnahen Fließgewässern bieten wertvolle Moore, Trockenrasen, ausgedehnte Wälder und Hochgebirge einer Vielzahl von Arten wertvolle Lebensräume.
Besonders der Naturpark Kaunergrat mit seinen artenreichen „Fliesser Sonnenhängen“ ist ein wahrer Hotspot der Artenvielfalt. Hier entstanden durch extensive Bewirtschaftung in Kombination mit dem trockenen, inneralpinen Klima der Region wertvolle Trocken- und Halbtrockenrasen.
Im Naturpark leben über 1000 verschiedene Schmetterlingsarten und zehn Fledermausarten, darunter die seltene Große Hufeisennase und die Mopsfledermaus, die ihre Namen der Form ihrer Schnauzen verdanken. Auch zahlreiche gefährdete Vogelarten wie das Braunkehlchen, der Wendehals oder der Wiedehopf sind auf die wertvollen Kulturlandschaften des „Oberen Gerichtes“ angewiesen. Noch im Frühjahr 2009 soll die Vogel- und Fledermauswelt des Gebietes von BirdLife und WWF genau untersucht und kartiert werden.
Nistkästen für Wiedehopf und Mopsfledermaus
Der Wiedehopf ist durch seine Federhaube und seinen markanten Ruf „hoop hoop hoop“ besonders auffällig. Als Höhlenbrüter benötigt er jedoch Schützenhilfe von der örtlichen Bevölkerung. „Um fehlende natürliche Brutmöglichkeiten auszugleichen, werden die Haupt- und Volksschule Fliess und die Volksschule Kauns Nistkästen bauen und im Naturpark Kaunergrat aufstellen“ erklärt der Schutzgebietsbetreuer Ernst Partl. Auch für die Mopsfledermaus werden Nistkästen angefertigt und auf Bäumen aufgehängt.
Die Kampagne vielfaltleben, die das Lebensministerium gemeinsam mit den Projektpartnern NATURSCHUTZBUND, WWF und BirdLife durchführt, hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebenssituation zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten Österreichs bis zum Jahr 2010 entscheidend zu verbessern.
Rückfragehinweis und Meldung von Beobachtungen:
Andreas Danzl
Projektleiter BirdLife Tirol
Tel. 0650/70 777 66
Andreas.Danzl@gmx.at
Links zum Thema:
Downloads
PA Wiedehopf und Mopsfledermaus 30. April 2009 (PDF 95,24 kB )
17.05.2010, vielfaltleben Administratoren


