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Umweltminister Niki Berlakovich zeichnet Fledermausquartier aus

Im Rahmen von „vielfaltleben“ - der Biodiversitätskampagne des Lebensministeriums gemeinsam mit Naturschutzbund, WWF und BirdLife verleiht Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich heute am Freitag, den 3. April die Plakette "Fledermäuse willkommen" an die Pfarre Wernstein am Inn.

Wernstein am Inn (3. April 2009) Wildtiere leben nicht nur im Wald oder am offenen Feld, sondern auch inmitten unserer Siedlungen. So nutzt das Mausohr, unsere größte heimische Fledermausart, ungestörte Dachböden zur Aufzucht ihrer Jungen. Im Rahmen von „vielfaltleben“ - der Biodiversitätskampagne des Lebensministeriums gemeinsam mit Naturschutzbund, WWF und BirdLife verleiht Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich heute am Freitag, den 3. April die Plakette "Fledermäuse willkommen" an die Pfarre Wernstein am Inn.

Das Mausohr ist mit einer Flügelspannweite von rund 40 cm unsere größte heimische Fledermausart. Jedes Jahr im Sommer kommen die Mausohr-Weibchen in großen, ungestörten Dachböden von Kirchen oder anderen Gebäuden zusammen, um hier ihre Jungen großzuziehen. In der Dämmerung verlassen die gewandten Flugkünstler ihr Quartier, um in Wäldern und auf frisch gemähten Wiesen nach Laufkäfern - ihrer Lieblingsspeise - zu suchen.
Neben anderen Gefährdungsursachen machen dem Mausohr vor allem die unsachgemäße Sanierung der Quartiere bzw. das Verschließen der Einflugöffnungen in das Quartier das Überleben schwer.

Die Kirche von Wernstein am Inn beherbergt eine von etwa 40 Mausohr-Wochenstuben in Oberösterreich. Über 200 Flattertiere verbringen hier den Sommer. Die Fledermäuse werden von der Pfarre Wernstein als „tierische Untermieter“ im Haus Gottes akzeptiert und die Einflugmöglichkeiten bleiben geöffnet. Umweltminister Niki Berlakovich zeichnet dieses Engagement für die überaus nützlichen Tiere nun im Rahmen der Biodiversiätskampagne vielfaltleben aus. Ab sofort wird die Plakette „Fledermäuse willkommen“ das Mausohr-Quartier kennzeichnen.

Quartierbetreuer gesucht
Für einen langfristigen Schutz der Mausohr-Kolonien sind Personen vor Ort wichtig, die beobachten, wie es um die Fledermäuse und das Quartier bestellt ist. Besonders interessant ist für die Fledermausforscher die Frage, wie viele Fledermäuse genau jedes Jahr den Sommer im jeweiligen Quartier verbringen. Aufgabe des Betreuers ist es, jährlich zwei- bis drei Mal die heimlichen Bewohner mittels Beobachtung des Ausflugs zu zählen.

Die Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich (KFFÖ) und der NATURSCHUTZBUND OÖ. suchen daher im Rahmen von „vielfaltleben – der Biodiversitätskampagne des Lebensministeriums - ehrenamtliche Quartierbetreuer für alle Mausohr-Kolonien in Oberösterreich.
Nähere Infos dazu erhalten Sie auf der Homepage der KFFÖ (Oberösterreich) und des NATURSCHUTZBUNDes OÖ.

vielfaltleben
Biologische Vielfalt ist das Erfolgsgeheimnis der Natur¬ - es ist nicht egal, wenn Pflanzen und Tiere verschwinden. Deshalb hat das Lebensministerium gemeinsam mit NATURSCHUTZBUND, WWF und BirdLife dem Artensterben mit der Kampagne vielfaltleben den Kampf angesagt: Bis Ende 2010 soll ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation vieler bedrohter Pflanzen und Tiere und zur Sicherung der Artenvielfalt geleistet werden. Das ist das erklärte Ziel und dafür sorgen vielfältige Schutzprogramme, ein dichtes Gemeinde-Netzwerk und eine Allianz aus hochrangigen Vertretern von Politik, Wirtschaft und Kultur. Der Schlüssel zum langfristigen Erfolg liegt in dem breiten Netzwerk an Partnern, die die Kampagne unterstützen. vielfaltleben bindet alle ein: Vom Minister bis zum Gemeindebürger, vom Prominenten bis zum Wirtschaftstreibenden, vom Landwirt bis zum Wissenschaftler.

Rückfragehinweis:
Julia Kropfberger, NATURSCHUTZBUND OÖ., 0676 3674213
Mag. Simone Pysarczuk, KFFÖ, 0676 5203521
 

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03.12.2009, vielfaltleben Administratoren