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Wechselkröte - Pseudepidalea viridis
Foto: Labhardt

Die Wechselkröte (Pseudepidalea viridis)

Die Wechselkröte gehört - zusammen mit Erd- und Kreuzkröte - zu den Vertretern der „echten Kröten“ unter den österreichischen Froschlurchen. An ihrem auffälligen, dunkelgrünen Fleckenmuster auf weißem bis grauem Grund ist sie leicht zu erkennen.

Dazwischen befinden sich oft einzelne Warzen mit roten Spitzen. Die ursprünglich in den Steppen Zentralasiens beheimatete Art ist nach der Eiszeit in Ost- und Mitteleuropa eingewandert. In Österreich hat sie lokale Vorkommen in den Tieflagen aller Bundesländer außer in Vorarlberg. Ihr Hauptverbreitungsgebiet sind die pannonisch beeinflussten trocken-warmen Tiefländer im Osten Österreichs. In unserer Kulturlandschaft findet die Wechselkröte vor allem auf vegetationsarmen Ruderalflächen, Äckern, trockenen Brachen, steinigem Gelände oder Weingärten geeigneten Lebensraum. Gelegentlich begegnet man ihr aber auch in naturnahen Gärten, die ihr Unterschlupf und Nahrung bieten.
Wie alle Amphibien ist auch die Wechselkröte für ihre Fortpflanzung auf fischfreie, gut besonnte Stillgewässer mit flachen Ufern, wie z.B. Teiche, Tümpel, überschwemmte Wiesen, wassergefüllte Gräben, Schottergruben oder Lacken im Seewinkelgebiet, angewiesen. Als wärmeliebende Art dauert die Winterruhe meist etwas länger, sodass man erst gegen Ende April die trillernden Balzrufe der Männchen, die sehr dem Gesang der Maulwurfsgrille ähneln, hören kann. Die drei bis fünf Meter langen Laichschnüre mit 5.000 – 18.000 Eiern werden am Gewässergrund oder in nicht allzu dichten Wasserpflanzenbeständen abgelegt.
Die Wechselkröte ist - wie alle anderen Amphibienarten auch -  österreichweit stark gefährdet, die Zahl der Tiere nimmt in vielen Populationen immer mehr ab. Die Gründe dafür sind vielfältig - besonders schlimm wirkt sich jedoch die Zerstörung der Lebensräume aus: Ödland wird verbaut, Kleingewässer werden trockengelegt oder als Fischteiche genützt. So bleiben den Tieren in unserer modernen intensiv genutzten Kulturlandschaft immer weniger „Inseln“ als Lebensraum, die durch - für die Kröten unpassierbare - Barrieren voneinander getrennt werden.

15.05.2009, vielfaltleben Administratoren