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Langblättriger Sonnentau (Drosera longifolia / Drosera anglica)
Foto: A. Mrkvicka

Der Langblättrige Sonnentau (Drosera anglica)

Eine besondere Eigenheit des Sonnentaus ist die Stickstoffgewinnung aus gefangenen Insekten. Deshalb spricht man von einer „Fleisch fressenden Pflanze“.

Sonnetaue sind zarte Pflänzchen, die im Boden wurzeln, Blattrosetten und aufrechte Fruchtstände entwickeln, zwei bis drei Jahre alt werden und ganz spezielle Ansprüche an ihre Wuchsorte stellen. In Österreich ist die Gattung Drosera durch vier Taxa vertreten.Eine besondere Eigenheit, die sie bei uns nur mit zwei anderen Gattungen teilen, ist die Carnivorie, die Stickstoffgewinnung aus gefangenen Insekten. Zum Fang von Insekten und Spinnentieren ist der Sonnentau speziell ausgerüstet. Die Blattränder sind dicht mit 5 – 7 mm langen, biegsamen Tentakeln, die an ihrem Ende ein Tröpfchen klebriges Sekret ausscheiden, besetzt. Bei Berührung krümmen sich diese Stieldrüsen ein, umschließen das Insekt und halten es bis zur Verdauung fest. Unbrauchbare Chitinreste fallen ab. Der Langblättrige Sonnentau stellt besondere Ansprüche an seinen Standort. Quellmoore, Hoch- und Übergangsmoore, aber auch Flachmoore und vernässte Trittstellen werden von ihm besiedelt. An Orten mit ganzjähriger Staunässe bildet er etwas breitere Blätter als die Nominatform aus. Bereits geringe Veränderungen des Biotops verursachen einen Rückgang der Individuen bis hin zum Erlöschen der Population. Gefahren: Entwässerung, Planierung, Gülle, Mineralisierung des Oberbodens, Bodenverdichtung (Loipen, Pisten), Überbeweidung, …

09.02.2009, vielfaltleben Administratoren