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Seeregenpfeifer - Charadrius alexandrinus
Foto: H. J. Lauermann

Der Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus)

Seeregenpfeifer sind eng an salzhaltige Gewässer gebunden und besiedeln sowohl Meeresküsten als auch binnenländische Salzseen. Ihre Verbreitung erstreckt sich quer über das südliche Eurasien, schließt aber auch das westliche Nord- und Südamerika ein.

Ideal für den Seeregenpfeifer sind seichte, salzhaltige und vegetationsarme Gewässer mit feinkörnigem Bodengrund. In Österreich kommen Seeregenpfeifer nur im burgenländischen Seewinkel vor.
Im Seewinkel ist der Seeregenpfeifer ein typischer Brutvogel extremer Sodalacken und ausgedehnter, kurzgrasiger Alkalisteppen. Der Brutbestand schwankt derzeit zwischen 24 und 47 Paaren. Der Seeregenpfeiferbestand hat im Verlauf des 20. Jahrhunderts offenbar stark abgenommen. Noch in den 1950er Jahren wurde das Seewinkler Vorkommen auf 60-80 Paare geschätzt. Die Art wird in der österreichischen Roten Liste wegen ihres kleinen, stark zurückgegangenen Bestandes als „Vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Rückgangsursachen sind die Trockenlegung bzw. Zerstörung von Lacken und Salzböden und das Üppigerwerden der Vegetation nach dem Rückgang der Beweidung, infolge des Düngereintrags und durch die schleichende Entsalzung. Der Seeregenpfeifer dient als wichtige Indikatorart für den Zustand der Seewinkellacken, da er einerseits auf ungestörte Salzstandorte angewiesen und anderseits auch von der traditionellen Landnutzung (Beweidung) abhängig ist.

23.01.2009, vielfaltleben Administratoren