Der Osterluzeifalter (Zerynthia polyxena)
Der Osterluzeifalter, ein Ritterfalter, ist in Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa sowie Kleinasien meist nur lokal verbreitet. In Österreich findet man ihn in Niederösterreich, Wien, der Steiermark und im Burgenland.
Die Falter haben eine gelbliche Grundfarbe mit vielen schwarzen Binden und Zacken. Am Rand der Hinterflügel befindet sich eine schwarze Zackenbinde, an die rote und blaue Flecken grenzen.Das Vorkommen des Osterluzeifalters ist an das seiner Futterpflanze, der Osterluzei (Aristolochia clematitis) gebunden. Diese besiedelt heiße, trockene, gras- und gebüschreiche Hänge und felsige Gebiete, zum Beispiel im Bereich von Weinbergen und Flussauen, in Österreich bis etwa 400 m – aber interessanterweise auch feuchte Flussauen. Die Osterluzei wurde früher als Heilpflanze genutzt.
Der Osterluzeifalter legt seine Eier in kleinen Gruppen auf die Unterseite der Blätter seiner Nahrungspflanze ab. Die Raupen werden ca. 35 mm lang und sind anfangs fast schwarz und nach 4-5 Wochen grell orange. Der Körper weist dann deutlich zwei Längsreihen von rötlich gefärbten Dornenhöckern auf, zwischen denen sich schwarze Punkte befinden. Die Raupe frisst zuerst die zarten Blütenkelche, später nur die Blätter. Die Puppen überwintern auf Zweigen und die Falter schlüpfen im folgenden April oder Mai. Die Flugzeit dauert bis Ende Mai. Die Falter sind sehr standorttreu, was auch am begrenzten Vorkommen der Futterpflanzen liegt.
09.03.2009, vielfaltleben Administratoren


