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Mausohr im Winter
Foto: S. Pysarczuk

Das Mausohr (Myotis myotis)

Das Mausohr ist mit einer Flügelspannweite von rund 40 cm unsere größte heimische Fledermausart.
Die Weibchen bilden im Sommer zur gemeinsamen Jungenaufzucht Wochenstuben, die in Mitteleuropa aus bis zu 1000(!) Tieren bestehen.

In unseren Breiten befinden sich diese Fortpflanzungskolonien meist in großen, störungsarmen Dachböden von Kirchen und anderen Gebäuden. Die Männchen des Mausohrs verbringen den Sommer großteils einzeln.
Das Mausohr ist auf die Jagd von Laufkäfern und anderen großen Insekten und Würmer spezialisiert, die es in lichten Laub- und Mischwäldern und auf Wiesen findet. Beim Beutefang orientiert sich diese Fledermausart nicht nur mit Hilfe der Echoortung, sondern auch nach den Raschelgeräuschen der Beutetiere.
Winterquartiere finden sich in Höhlen, Stollen, Kellern und Felsspalten, wobei jedoch für den Großteil der Tiere diese nicht bekannt sind.
Das Verschließen oder die unsachgemäße Sanierung der Quartiere, der Einsatz von Pestiziden in der Forst- und Landwirtschaft, die Verwendung von giftigen Holzschutzmitteln im Quartier und der Verlust von extensiv bewirtschafteten Jagdgebieten machen dem Mausohr das Überleben schwer.

24.02.2009, vielfaltleben Administratoren