Der Kiebitz (Vanellus vanellus)
An seiner langen Federholle und der schwarz-weißen Färbung ist der Kiebitz leicht zu erkennen. Im Sonnenlicht glänzt sein Gefieder metallisch grün-violett. Seine auffälligen Abwehrflüge und sein unverkennbarer Ruf „Tiuiii - Tiuiii" waren einst ein Charakteristikum vieler Feuchtwiesen Österreichs.
Solche Wiesen sind jedoch selten geworden und der Kiebitz muss heute zur Brut meist ins Kulturland ausweichen. Je nach Bewirtschaftungsart und -rhythmus können in Wirtschaftswiesen und Äckern aber zahlreiche Gelege und Küken durch Bewirtschaftungsmaßnahmen verloren gehen. Die Bestände des Kiebitz gehen in Österreich und vielen anderen Ländern Europas stark zurück.In Vorarlberg brüten noch Kiebitze in Streuwiesen. Diese feuchten, ungedüngten Wiesen sind im Frühjahr kurzrasig und werden erst im Herbst gemäht - ideale Bedingungen für den Kiebitz. Doch viele Streuwiesen sind von tiefen Entwässerungsgräben durchzogen und zu trocken. Im Vergleich zu früher brüten die Kiebitze in den Streuwiesen auch nicht mehr in lockeren Kolonien, sonder einzeln. Ohne gemeinsame Verteidigung in einer Kolonie sind sie gegenüber Beutegreifern anfälliger und viele Kiebitzgelege und -küken gehen verloren.
28.01.2009, vielfaltleben Administratoren


