Die Europäische Hornotter (Vipera ammodytes)
Das Hauptverbreitungsgebiet der Europäischen Hornotter erstreckt sich von Kärnten und der Südsteiermark nach Südosten über die Balkanhalbinsel bis nach Kleinasien. Die auch Hornviper genannte Schlange hat hohe Ansprüche an ihren Lebensraum.
Besonders häufig ist sie an trockenen, sonnigen Felsenhängen und auf Steinmauern zu beobachten. Zu ihrem Lebensraum gehören aber auch lichte Laubwälder mit sonnigen Lichtungen, verwilderte Gärten und buschbestandene Geröllflächen. Die Hornotter ist relativ träge und gilt als nicht aggressiv; sie vertraut auf ihre Tarnfärbung und versucht bei Bedrohung stets zu fliehen. Lediglich, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlt, zischt sie laut und beißt zu. Am späten Nachmittag und in der Abenddämmerung lauert sie auf Beute. Häufig ist sie tagsüber dabei zu beobachten, wie sie sich in der Nähe ihrer Schlupfwinkel sonnt. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Kleinsäugern (z.B. Mäusen), seltener aus den Nestjungen bodenbrütender Vögel, aus Eidechsen sowie Grillen und Heuschrecken. Ihre Beutetiere tötet sie durch einen Giftbiss. Im Herbst, manchmal erst im darauf folgenden Frühjahr, werden bis zu 20 Jungschlangen lebend geboren. Je nach Verbreitungsraum halten Europäische Hornottern eine bis zu sechs Monate dauernde Winterruhe, wobei sie sich in großen Zahlen an geeigneten Überwinterungsplätzen in mehrere Meter tiefen Felsspalten zusammenfinden.
17.08.2010, vielfaltleben Administratoren


