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Alpenbock (Rosalia alpina)
Foto: Josef Limberger

Der Alpenbockkäfer (Rosalia alpina)

Der Lebensraum des auffälligen und attraktiven Alpenbockkäfers ist der Wald. Die Art ist in der gesamten EU gefährdet und damit auch durch internationales Recht (FFH-Richtlinie) geschützt. Gemeinsam mit dem Eichbock und dem Eremit steht der Alpenbock für den Schutz vieler anderer holzbewohnender Käferarten.

Früher war der Alpenbock an vielen Orten häufig. Neben intensiver Sammeltätigkeit hat vor allem der Rückgang von geeigneten Buchen-(Ur)wäldern mit viel Alt- und Totholz den „schönsten Käfer Europas“ vielerorts verschwinden lassen. Die Larven entwickeln sich im Holz anbrüchiger Buchen, seltener in anderen Laubbäumen wie z.B. Ahorn. Abgestorbene und gestürzte Buchen wurden und werden meist sofort aus dem Wald entfernt. Rosalia alpina gilt daher in den meisten europäischen Ländern als gefährdet. Zudem wurden viele Buchenwälder durch Fichtenforste ersetzt.
Die Weibchen bevorzugen zur Eiablage frisch gefällte Stämme, mangels Alternativen aber auch gelagertes Nutzholz, da es trocken ist und häufig an sonnigen Stellen liegt. Wenn das Nutzholz abtransportiert und weiterverarbeitet wird, kann sich der Käfer nicht entwickeln. Damit werden diese Holzstöße oft zur Falle für die Käfer. Ebenso können ihm zu kleine Strünke oder am Boden liegendes Holz zum Verhängnis werden, wenn das Holz zu schnell vermodert. Totholz in beschatteter Lage ist für die Entwicklung des Käfers nicht geeignet, der durch die Feuchtigkeit begünstigte Befall durch Saprophyten (fäulnisbewohnende Pflanzen) verhindert die Entwicklung der Larven. Zudem lassen sich die Weibchen von den Pheromonfallen für Borkenkäfer anlocken und werden dadurch daran gehindert, für die Eiablage geeignete Brutbäume zu wählen.

28.01.2009, vielfaltleben Administratoren